The First Law of Holes: If You Are in One – Stop Digging!

»Eigentlich bin ich ein ganz anderer. Ich komm nur so selten dazu.« Dieser Gedanke von Ödön von Horváth hat uns schon oft gerettet und als Ausrede gedient, nicht der sein zu müssen, der wir eigentlich (auch) sind.
Jetzt ist aber Schluss mit lustig. Denn spätestens seit Corona werden Argumente, warum man etwas tut, wie man es tut, leichter als Ausrede entlarvt als vorher. Jetzt geht’s plötzlich. Also nicht nur Virus, sondern auch noch Spielverderber …
Aber schieben wir Corona einmal zur Seite und tun das, was wir schon immer wollten, aber bisher keine Gelegenheit dazu hatten.

Während in einfachen Zeiten die Devise ‚Wahrnehmen – Kategorisieren – Agieren‘ lautet, gilt in unübersichtlichen, ja chaotischen Zeiten das Handlungsgebot ‚Agieren – Wahrnehmen – Reagieren‘. Also rasch alles tun, damit man schnell raus aus dem Chaos kommt, dann schauen, was Halt und Stabilität bieten könnte und danach Maßnahmen setzen, um dorthin zu kommen.

Gerade der Schockstarre der Corona-Zeit entronnen, erkennen wir, dass wir uns von vielen scheinbaren Sicherheiten verabschieden müssen. In unseren komplexen Umwelten sind nämlich mittlerweile andere handlungsleitende Muster gefordert: Ausprobieren auf der Grundlage von ersten Hypothesen, Reflektieren, inwieweit damit eine sinnvolle Veränderung möglich ist und danach auf Basis dieser Erkenntnisse neue Schritte setzen.

Dieser Grundidee folgend, möchten wir Sie einladen, mit uns in den nächsten Wochen drei Thesen gemeinsam näher zu beleuchten.

Stichwort: Einfachheit

»True simplicity is so much more than just the absence of clutter and ornamentations. It’s about bringing order to complexity. …«. Man braucht gar nicht so weit zu gehen wie Steve Jobs in seiner Definition von Einfachheit, es reicht Albert Einstein: »Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher.« Also, unnötige oder störende Dinge einfach weglassen.

Beispiele dafür gibt es viele – sei es aus dem persönlichen Erleben oder aus der medialen Berichterstattung. So lautete vor kurzem die Schlagzeile: »Lohnabrechnung bei Kurzarbeit wird vereinfacht.« Ohne sich jetzt inhaltlich näher damit zu befassen, fragt man sich natürlich, warum es nicht gleich einfach gemacht wurde, oder es einen derart massiven externen Anstoß für eine Vereinfachung gebraucht hat.

Angenommen, der exogene Anstoß durch die Covid-19-Rahmenbedingungen böte Gelegenheit, unnötige oder nicht wertschöpfende Dinge aus Ihrem Einflussbereich wegzulassen:

Was werden Sie künftig einfach(er) machen?

Stichwort: Zeit

So verständlich es ist, schnell wieder an vergangene Erfolge anschließen oder auch verlorenes Terrain wieder zurück gewinnen zu wollen, scheint doch ein Gedanke sehr wertvoll: Wenn Du es eilig hast, gehe langsam. Die Griechen kennen zwei Bezeichnungen für die Zeit:

Da ist zum einen Chronos, die verrinnende Zeit, die fallenden Körner der Sanduhr, der tickende Uhrzeiger. Der Mythologie nach verschlingt der Gott Chronos die Menschen, die ihre Lebenszeit nicht effizient nutzen. Sie werden von chronischen Leiden verfolgt …

Und zum anderen Kairos, dem Gott des günstigen Zeitpunktes, des rechten Augenblickes, der passenden Gelegenheit. Kairos ist somit das qualitative Pendant zum quantitativen Chronos.

Was bietet sich (im Sinne des Kairos) an, zu ändern? Wofür wäre es an der Zeit? Und wann, wenn nicht jetzt?

Stichwort: Entwicklung

»Entwicklung ist die intelligente Antwort auf Überforderung.« Und sich entwickeln heißt (dazu)lernen. Auch wenn der Begriff „Lernen“ für viele von uns etwas zwiespältig konnotiert ist – wir werden nicht umhinkommen, immer wieder zu lernen.

Wie lernt nun eine Organisation? Wer beschäftigt sich im Unternehmen mit Entwicklungsperspektiven? Manch einer mag da schnell nach HR, den Personalentwicklern, der Aus- und Weiterbildung oder der Strategieabteilung rufen. Man könnte aber auch die Unternehmensführung in die Pflicht nehmen. Denn selbst wenn ein Geschäftsmodell nur auf morgen ausgerichtet wäre, bliebe der Umstand, dass Wertschöpfung in einem sich permanent verändernden Umfeld passieren muss. Und das geht nur durch auf Reflexion basierender (Weiter-)Entwicklung.
Interessante Themenkomplexe tun sich da auf, etwa: Wie würden Sie folgende Statements bezogen auf Ihr organisationales Umfeld kommentieren?

  • Hier fand Lernen explizit (nicht) statt!
  • Hier hätte Lernen stattfinden können (bzw. müssen)!
  • Hier findet gerade Lernen statt!  

Was denken Sie darüber? Auch wenn es keine einfachen Antworten auf diese Fragenkomplexe gibt, möchten wir Sie einladen, sich gemeinsam mit uns in einer lockeren Dialogrunde darüber auszutauschen. Einfach, niederschwellig und ohne weitere Verpflichtung. Lernen ist garantiert – denn das, was der Einen eine Frage ist, ist der Anderen oft eine Antwort und umgekehrt.

Eingeladen sind alle, denen die Zukunft von Organisationen ein professionelles Anliegen ist. Die Termine finden jeweils über Zoom-Sessions statt.

1. Dinge einfach(er) machen!
»Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß digitalen Prozess.«
24. Juni 2020, 17:00 – 18:00 (Anmeldung)

2. Höchste Zeit!
Chronos oder Kairos – Was bietet sich an, zu ändern? Wofür wäre es an der Zeit? Und wann, wenn nicht jetzt?
7. Juli 2020, 17:00 – 18:00 (Anmeldung)

3. Lernen ist Wertschöpfung!
Organisationales Lernen mag teuer sein, aber Nicht-Lernen ist viel teurer.
28. Juli 2020, 17:00 – 18:00 (Anmeldung)

Ihr Interesse und Ihre Zeit sind mehr als genug, es fallen sonst keine Kosten an. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an – die Teilnahmeanzahl ist beschränkt. Gegebenenfalls werden weitere Termine angeboten. Ein paar Tage vor der Veranstaltung erhalten Sie die Zugangsdaten per mail.

Natürlich würden wir uns freuen, wenn Sie an allen drei Diskussionsrunden teilnehmen könnten, verstehen aber, dass auch andere Termine wichtig sind.

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin

More Than Checks | Breit & Schön OG
Hirschgasse 5, 4020 Linz, Austria

Dr. Konrad Breit
+43 664 2430560
konrad.breit@morethanchecks.com

DI Alexander Schön
+43 676 4554254
alexander.schoen@morethanchecks.com